VR-Therapie Frankfurt – Therapie von Phobien und Angststörungen mit Virtual Reality

VR-Therapie Frankfurt – Therapie von Phobien und Angststörungen mit Virtual Reality

Bei der Virtual-Reality-Therapie (VR-Therapie) handelt es sich um eine sehr moderne Form der Therapie, die insbesondere bei Phobien und Angststörungen, aber auch zur Entspannung eingesetzt werden kann.

Wie VR-Therapie funktioniert, ihre Vor- und Nachteile im Vergleich zu bewährten Therapieverfahren wie Verhaltenstherapie und Hypnose und für wen VR-Therapie geeignet ist, erfahren Sie auf dieser Seite.

Bewährte Therapieformen bei Phobien und Ängsten

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie setzt bei der Behandlung von Ängsten und Phobien auf die Exposition – also die Konfrontation mit dem angstauslösenden Reiz. Das kann unmittelbar oder in kleinen Schritten, über reale Konfrontation oder die Vorstellung geschehen.

Das Ziel der Expositionsverfahren ist es, die Angstreaktion zu verringern. Tatsächlich ist es so, dass das wiederholte Aushalten der Angstsymptome in der Konfrontation zu einem stetigen Abflachen der Angstkurve führt und Patienten von Ihren Ängsten befreien kann.

Bei Expositionsverfahren in der Verhaltenstherapie lauern allerdings einige Schwierigkeiten, denn oft sind angstauslösende Reize nicht so einfach verfügbar. Ein Beispiel:

Mit einer Patientin, die Angst vor Hunden hat, kann ein Verhaltenstherapeut auf eine Hundewiese gehen und auch in der Therapie von sozialen Phobien oder Agoraphobie lassen sich oft recht einfach Orte finden, wo die Reize eine Angst auslösen. Ebenso verhält es sich bei Platzangst oder Höhenangst – jedenfalls in Frankfurt, wo Fahrstühle und Aussichtsplattformen auf Hochhäusern ausreichend zur Verfügung stehen.

Schwieriger wird es zum Beispiel bei einer Flugangst – gerade dann, wenn die/der Betroffene nicht regelmäßig fliegt. Und auch Prüfungsängste bedürfen einer wirklichen Prüfungssituation, die im Normalfall nicht regelmäßig verfügbar ist und in der es dem Verhaltenstherapeuten meistens nicht möglich ist, seine Patienten vor Ort zu unterstützen.

Immer dann, wenn ein angstauslösender Reiz nicht real greifbar ist, muss der Verhaltenstherapeut zu alternativen Ansätzen greifen. Dabei spielt die Exposition „in sensu“, also in der Vorstellung, eine entscheidende Rolle.

Hypnose

Bei der Vorstellung von angstauslösenden Situationen oder Dingen kann die Hypnose ihre Vorteile ausspielen. Im hypnotischen Trancezustand ist die Wahrnehmung geschärft und Situationen oder Objekte können als realer wahrgenommen werden. Auch die erwünschte Angstreaktion kann dabei intensiver ausfallen, was sich oft in der Effizienz der Behandlung zeigt.

In der Hypnotherapie kann die intensive Wahrnehmung eines angstauslösenden Reizes auch dafür genutzt werden, den oder die Auslöser der Angst / Phobie ausfindig zu machen und neu zu bewerten. Über die im Unterbewusstsein gespeicherten Verknüpfungen lässt sich solch ein Auslöser, der oft in der Kindheit liegt, in der Regel schnell auffinden und neutralisieren.

Probleme und Schwierigkeiten bei beiden Therapieformen

Auch wenn viele Patienten/Innen im Trancezustand deutlichere, realere Bilder sehen, reicht das in manchen Fällen nicht aus, um die Angst in einer angemessenen Intensität wahrzunehmen.

Gerade in der visuellen Vorstellung unterscheiden sich Menschen sehr stark. Während sich nur wenige Menschen gar keine inneren Bilder vorstellen können und auch nur wenige in eine „360 Grad UHD Umgebung“ eintauchen können, liegt zwischen diesen beiden extremen Typen ein breites Spektrum, was die individuelle Vorstellungskraft angeht. Auf diesem Spektrum wird oft auch deutlich, dass Vorstellungskraft trainierbar ist und mit den privaten oder beruflichen Tätigkeiten der Person korrelieren kann.

Wenn die Vorstellungskraft auch in der hypnotischen Trance nicht ausreicht, um ein Gefühl der Angst zu erzeugen, wird auch hier auf andere Werkzeuge ausgewichen. Diese können ebenso erfolgreich, dafür aber manchmal etwas langwieriger sein.

Ferner können innere Widerstände, aber auch Medikamente dazu führen, dass die Vorteile einer hypnotischen Trance nicht in vollem Umfang genutzt werden können.

Hier setzt die VR-, bzw. Virtual Reality Therapie an, die in vielen Fällen genau diese Probleme überwindet.

Mögliche (verfügbare) Szenarien

  • Höhenangst
  • Angst vor Spinnen, Hunden, Schlangen, Wespen, Tauben
  • Angst vor Spritzen
  • Flugangst
  • Angst vor dem Autofahren
  • Angst vor Erbrechen
  • Angst vor Enge
  • Prüfungsangst
  • Soziale Ängste
  • und weitere.

Ferner stehen diverse Szenarien für Entspannung und Achtsamkeit zur Verfügung.

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Wie funktioniert Virtual Reality Therapie?

Sogenannte VR-Brillen sind bisher vor allem in der Gaming-Industrie bekannt und verbreitet, weil sie ganz neue Spielerlebnisse in 360 Grad Umgebungen ermöglichen. Inzwischen sind diese VR-Brillen so weit entwickelt, dass die Spiele über einen Computer in der Brille laufen und damit unabhängig von externen Abspielgeräten (PC, Smartphone).

In der VR-Therapie setzen die Patienten in der Praxis eine solche VR-Brille auf und tauchen in nachgestellte, simulierte oder auch professionell konstruierte 180 oder 360 Grad Szenarien ein. Die Situationen, die hier erlebt werden können, sind für eine Vielzahl von Ängsten und Phobien optimiert, um eine möglichst realistische Angstkonfrontation zu erzeugen. Ziel ist es, durch das wiederholte Aushalten der Angstsymptome ein nachhaltiges Abflachen der Angstkurve zu erreichen und das für Angstpatienten typische Vermeidungsverhalten zu beenden.

Solch realistische Umgebungen, wie sie heutige VR-Brillen und Applikationen bieten, lassen sich aber auch gezielt zur Entspannung bei stressgeplagten Menschen oder Burn-Out-Patienten/Innen einsetzen. Virtual Reality kann sie zu beliebigen Orten der Welt „transportieren“ – sei es ein einsamer Strand, eine Waldlichtung oder eine texanische Ranch.

Therapie mit Virtual Reality Brille

Therapie von Ängsten und Phobien mit Virtual Reality

Grundsätzlich sind alle visuellen Angstauslöser – seien es Situationen oder auch Dinge – mit VR darstellbar. Hier einige Beispiele:

VR-Therapie bei Sozialphobie oder Agoraphobie

Situationen mit vielen Menschen können zum Beispiel Weihnachtsmärkte, Wochenmärkte, aber auch Konzerte sein. Über VR können sowohl die Menschenmengen als Angstreiz dargestellt werden, als auch Situationen, die den Patienten in den Mittelpunkt stellen und bei Sozialphobikern Symptome hervorrufen.

VR-Therapie bei Höhenangst

Höhe lässt sich durch die 180/360 Grad- Umgebungen mit Virtual Reality Brillen besonders gut simulieren. Selbst animierte Szenarien können starke Symptome hervorrufen.

Exkurs und Tipp: Richie’s Plank Experience

Wenn Sie selbst eine VR-Brille besitzen oder die Möglichkeit haben, sich eine zu leihen, probieren Sie privat die App „Richie’s Plank Experience“ aus.

Es handelt sich um eine Umgebung, die gerade Anfänger an die Effekte von Virtual Reality heranführen soll und dies auch sehr überzeugend schafft. Sie fahren mit einem Fahrstuhl auf eine der obersten Etagen eines Hochhauses, die Tür öffnet sich und es ragt eine Holzplanke ins freie – die Sie natürlich betreten sollen.

Obwohl die Umgebung animiert ist, sorgt dieses Szenario bereits bei Menschen ohne ausgeprägte Höhenangst für schwitzige Hände und einen deutlich erhöhten Puls.

In der Therapie werden oft reale Aufnahmen verwendet, wenngleich moderne Simulationen in den meisten Fällen sogar ausreichen würden.

VR-Therapie bei Angst vor dem Autofahren

Mit der VR-Brille können Patienten in der Praxis Auto fahren und sich ihren Ängsten stellen. Es können steile Bergstraßen, Serpentinen, nasse und rutschige Wege, sowie schneebedeckte oder eisglatte Straßen dargestellt werden, die ihre volle Aufmerksamkeit benötigen.

VR-Therapie bei Prüfungsangst

Mit VR können Patienten jetzt in realistische Prüfungssituationen eintauchen – genervte, ungeduldige und unsympathische Prüfer inklusive. Solche Szenarien eignen sich auch bestens, um sich auf wirkliche Prüfungen vorzubereiten und die eigene Selbstsicherheit im Umgang mit unangenehmen Prüfern zu verbessern.

VR-Therapie bei Platzangst / Angst vor Enge

Mit einer VR-Brille haben Patienten das Gefühl, sie stehen in einem echten Aufzug. Ihr Gehirn meldet eine Gefahrenlage an ihren Körper, der daraufhin mit erhöhtem Puls, schwitzigen Händen und anderen typischen Angstsymptomen reagiert. In Wirklichkeit sitzt oder steht die Patientin / der Patient aber sicher auf dem Boden eines geräumigen Praxisraums. Das Aushalten der Angstreize und der Symptome führt zu einem Abflachen der Angstkurve und zu einer langfristigen Erleichterung im Alltag.

VR-Therapie bei Flugangst

Wie eingangs erwähnt handelt es sich um eine Umgebung, in die ein Verhaltenstherapeut seine Patienten nur schwer begleiten kann. Über Virtual Reality kann der Aufenthalt in einem Flugzeug so realistisch wahrgenommen werden, dass die Angst allgegenwärtig ist und sich somit nach und nach reduzieren kann. Je nach Verfügbarkeit kann dabei der Fokus auf besonders stark angstbesetzte Situationen wie Start, Landung oder Turbulenzen gelegt werden.

VR-Therapie bei Angst vor Spinnen, Schlangen, Hunden…

In dem oben genannten Spiel „Richie’s Plank Experience“ kann optional auch eine Konfrontation mit Spinnen eingestellt werden. Obwohl auch diese animiert sind, lösen sie in einer 360 Grad-Umgebung bereits bei vielen Menschen sehr deutliche Symptome einer Angst aus.

In der VR-Therapie sind Spinnen und andere Tiere meistens abgefilmt und somit noch realer. Anders als bei einem Spiel kann der Therapeut dabei steuern, wie schnell und wie intensiv die Konfrontation erfolgt.

Vorteile der VR-Therapie

  • Sehr realistische Szenarien, die Angstsymptome auslösen
  • Für Menschen mit wenig Vorstellungskraft geeignet
  • Exposition in einer sicheren Umgebung und im Beisein des Therapeuten
  • Vergleichsweise kurze Vorbereitungszeit
  • Ausführliches Nachgespräch möglich
  • Wetter- und temperaturunabhängige Expositionen
  • Schwer erreichbare Angstauslöser sind einfach verfügbar
  • Angstauslöser sind perfekt steuerbar

Mögliche Nachteile der VR-Therapie

  • Motion Sickness (Schwindel, Übelkeit) kommt gelegentlich vor
  • Bei sehr seltenen Phobien ist ggf. kein Szenario verfügbar

Wann sollte VR-Therapie nicht oder nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden?

Bei Augenerkrankungen, Epilepsie, Migräne und anderen wiederkehrenden Kopfschmerzen, Herz-Kreislauferkrankungen, Schwangerschaft. (Liste unvollständig)

Fragen Sie vorab Ihren behandelnden Arzt, ob er eine VR-Therapie gegen Ihre Phobie oder Angststörung gutheißt.

Freuen Sie sich auf eine moderne Therapiemethode bei Ängsten, Phobien und Stresserkrankungen mitten in Frankfurt!

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