Hypnose bei Flugangst

Hypnose bei Flugangst

Am Frankfurter Flughafen werden in manchen Monaten fast 5 Millionen Passagiere gezählt. Nicht wenige davon leiden unter Flugangst, oder fühlen sich zumindest an Bord eines Flugzeuges nicht wohl.

Mit Hypnose, genauer: Hypnosetherapie, lässt sich die Flugangst in der Regel in wenigen Sitzungen sehr gut behandeln und sie können Ihren Flug in den Urlaub entspannt und in Vorfreude verbringen.

Anzahl Sitzungenab 3 Sitzungen
Dauer einer Sitzung60-90 Minuten
Kosten pro Sitzungsiehe Kosten
Ziele der AnwendungBlockaden und Ursachen auflösen, Sicherheitsgefühl stärken und verankern
Zusätzliche Kontraindikationenkeine weiteren
Eine Hypnose ersetzt keinen Arztbesuch oder medizinische Hilfsmittel!

Ursachen und Symptome der Flugangst

Flugangst, auch Aviophobie oder Aviaphobie genannt, zählt zu den spezifischen Phobien und ist weit verbreitet. Von Flugangst Betroffene leiden bereits vor oder während des Flugs an Schweißausbrüchen, Herzrasen, feuchten oder kalten Händen, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder gar Panik und Atemnot. Häufig begleitet sie auf der gesamten Reise ein beklemmendes Gefühl der Anspannung.

Klienten, die Angst vor dem Fliegen in einem Flugzeug haben, fürchten sich vor verschiedenen Dingen oder Situationen.

Absturz oder Katastrophe

Die Angst mit dem Flugzeug abzustürzen, steht bei vielen Menschen im Vordergrund ihrer Flugangst. Fragt man hier genauer nach, kommen oft Katastrophenszenarios zum Vorschein, die sich in der Vorstellung des Patienten bis ins Detail ausgebaut haben. Die Angst um das eigene Leben oder das der Angehörigen steht hier oft im Fokus der Gedanken.

Kontrolle und Vertrauen

Selbst nicht die Kontrolle über das Fortbewegungsmittel zu haben und jemand anderem die Steuerung zu überlassen (Kontrollverlust), ist ein weiterer Grund, weshalb einige Menschen Angst vor dem Fliegen haben. Auch das Vertrauen in die komplexe Technologie kann dabei eine Rolle spielen.

Andere Ängste

Bei der Flugangst kann es sich auch um eine Höhenangst handeln, wenn Höhe der ausschlaggebende Angstreiz ist. Das Reisen in einer engen Kabine mit vielen Menschen kann auch für Betroffene von Klaustrophobie äußerst unangenehm sein.

Erlebnisse und Erfahrungen

Die meisten Menschen haben schon einmal Turbulenzen an Bord eines Flugzeugs erlebt und manche entwickeln aus solchen Vorkommnissen eine Flugangst. Gründe dafür, warum dies bei einigen Menschen geschieht und bei anderen nicht, könnten zum Beispiel eine emotional instabile Lebensphase, eine Grund-Ängstlichkeit, Kindheitserfahrungen oder biologische Faktoren (Vulnerabilität) sein.

Nicht selten liegt die Ursache für die Flugangst aber auch in Kindheitserfahrungen, die gar keinen direkten Bezug zum Fliegen haben. Solche Informationen sind tief im Unterbewusstsein gespeichert und mit Hypnose abrufbar.

Hypnosetherapie bei Flugangst

Angstpatienten lernen sehr schnell, die unangenehmen Angstauslöser zu vermeiden, weil es ihnen damit besser geht. Somit kommt, außerhalb der Therapie, oft keine Konfrontation mehr zustande.

Fliegen ist die beste Therapie gegen Flugangst

In der Hypnose gilt daher,wie auch in der Verhaltenstherapie: Fliegen ist die beste Therapie gegen Flugangst. Das bedeutet, dass die Konfrontation mit der angstauslösenden Situation am ehesten geeignet ist, um die Flugangst zu therapieren.

Da es dem Therapeuten / Hypnotiseur selten möglich ist, seinen Patienten auf einen Flug zu begleiten, findet die Konfrontation während der Behandlung zunächst über die Vorstellung statt. Hier hat die Hypnose den Vorteil, dass im Zustand der Trance die Vorstellung geschärft und der Zugang zu Emotionen besser möglich ist. Somit können sämtliche Phasen der Flugreise in der Vorstellung durchlaufen und Angstreize gefunden und konfrontiert werden – inklusive Turbulenzen. In der Regel erfolgt dann eine Abreaktion – es werden also einige oder alle Symptome der Flugangst in einer sicheren Umgebung wahrgenommen und verarbeitet. Durch wiederholtes Abreagieren wird die Angstkurve der Flugangst kleiner.

Im Zustand der Hypnose (besser gesagt: der hypnotischen Trance) kann die ausgelöste Emotion dazu genutzt werden, eine Brücke zum ursprünglichen Auslöser zu bauen und diesen neu zu bewerten. Das kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn es Anzeichen dafür gibt, dass die Ursache ganz woanders liegt oder die Flugangst „schon immer“ vorhanden ist.

Stabilisierung und Progression mit Hypnose

Wenn die intensive Vorstellung des Fliegens keine unangenehmen Gefühle mehr auslöst, ist die Angst oft auch in der Realität aufgelöst. Bei einigen Menschen bleiben dann noch Ängste, dass die Angst auftreten könnte. Diese Angst vor der Angst kann gleichermaßen behandelt und aufgelöst werden. Da hier oft katastrophierende Gedanken mitspielen, ist es zudem sinnvoll, irreale Gedankengänge zu erkennen und zu hinterfragen. Das kann zum beispiel mit Methoden aus der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) oder der Neurolingustischen Programmierung (NLP) geschehen. Auch progressive Mentaltechniken, bei der das entspannte Fliegen in der Zukunft vorgestellt wird, können hilfreich sein.

Ressourcen und hypnotische Sicherheitsanker

Da Patienten nach erfolgter Behandlung alleine auf ihre erste Flugerfahrung ohne Flugangst geschickt werden, schwingt manchmal noch eine gewisse Skepsis mit. Es kann daher sinnvoll sein, den Patienten noch einen Sicherheitsanker zu installieren, der das Gefühl der Sicherheit in ihnen auslöst, wenn sie es benötigen. Hier machen wir uns die Ressourcenarbeit in der Hypnose zunutze, in der wir das Gefühl der Sicherheit aus dem bisherigen Leben des Patienten / Klienten hervorrufen, verstärken und abrufbar machen.

Ergänzende Methoden bei Flugangst

Manchmal kann es zweckmäßig sein, bei der Behandlung einer Flugangst andere Techniken oder Methoden hinzuzuziehen.

EMDR

Die Technik wird erfolgreich in der Traumatherapie eingesetzt und eignet sich prima, wenn eine Vorstellung (Bild) ein unangenehmes Gefühl auslöst – wie bei einem Trauma. Durch horizontale Augenbewegungen kann die Verknüpfung zwischen Bild und Gefühl gemildert und aufgehoben werden. EMDR lässt sich wunderbar als eigenständige Methode, oder aber in Kombination mit einer hypnotischen Trance einsetzen.

Entspannungstechniken und Atemübungen

Ich empfehle allen meinen Patienten, sich mit Entspannungstechniken wie Autogenem Training oder Progressiver Muskelentspannung vertraut zu machen. Ferner weise ich gerne immer wieder auf die unterschätzten Möglichkeiten gezielter Atemübungen hin. Solche Techniken und Übungen können in Präsenzkursen an einer VHS oder auch über Videos (zum Beispiel auf Udemy.com) schnell und einfach erlernt werden. Gerade Atemübungen können überall und zu jedem Zeitpunkt durchgeführt werden, wenn eine Situation mal als unentspannt oder unangenehm empfunden wird oder eine Panik auftritt. Bei einer Flugangst können Entspannung und Atemübungen, ähnlich wie Ressourcen, als zusätzliches Backup genutzt werden.

Wirksamkeit der Hypnose bei Flugangst und Erfahrungen

Eine Flugangst kann als spezifische, isolierte Phobie sehr gut behandelt werden und erzielt oft in wenigen Sitzungen gute Ergebnisse. Dabei stehen verschiedene Methoden aus dem hypnotischen Werkzeugkasten, sowie EMDR zur Verfügung. Somit können auch die wenigen Patienten, die sich mit der Hypnose wirklich schwer tun (warum eigentlich?), ihre Flugangst in wenigen Stunden nachhaltig loswerden und den nächsten Flug unbeschwert und entspannt erleben.

Wenn auch Sie unter Flugangst leiden, vereinbaren Sie gerne online oder telefonisch einen Termin bei mir in meiner Frankfurter Hypnose-Praxis.